Zwischen Reizflut und innerer Leere
Selbstverlust im Alltag erkennen und gegensteuern: fundierte Impulse zur Stärkung der psychischen Gesundheit in einer überreizten Gesellschaft.
In Wir sind überall, nur nicht bei uns – Leben im Zeitalter des Selbstverlusts zeigt Georg Milzner (Beltz Verlag, 2017), wie stark moderne Lebensbedingungen die Wahrnehmung des eigenen Selbst beeinflussen. Zwischen Dauererreichbarkeit, Leistungsdruck und digitaler Reizflut geraten innere Bedürfnisse zunehmend in den Hintergrund. Der Autor verbindet psychologische Erkenntnisse mit gesellschaftlicher Analyse und macht sichtbar, wie Selbstentfremdung entsteht und welche Dynamiken sie verstärken. Dabei bleibt der Zugang praxisnah: Konkrete Denkanstösse und Perspektiven helfen, die eigene Aufmerksamkeit wieder bewusster zu steuern und emotionale Stabilität zu fördern. Für Fachpersonen in Prävention, Beratung oder Bildung bietet der Ansatz eine hilfreiche Grundlage, um Selbstwahrnehmung und Resilienz gezielt zu thematisieren. Die Inhalte regen dazu an, individuelle und strukturelle Faktoren gemeinsam zu betrachten und nachhaltige Strategien im Umgang mit Stress und Überforderung zu entwickeln. |
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