Kitas – Qualität braucht Ehrlichkeit

In «Die Krippen-Lüge» hinterfragen Dr. Anke Elisabeth Ballmann und Claudija Stolz gängige Annahmen zur frühkindlichen Fremdbetreuung und beleuchten kritisch, wie Krippenalltag, grosse Gruppen und Fachkräftemangel die emotionale Entwicklung von Kleinkindern beeinflussen. Mit fundierten Erkenntnissen und praktischen Vorschlägen richtet sich das Buch an Eltern und Fachpersonen, die die Balance zwischen Betreuung, Bindung und frühkindlicher Förderung verstehen und gestalten wollen.

Mit «Die Krippen-Lüge. Unsichere Bindung, fehlende Geborgenheit – so stärken wir trotz Fremdbetreuung das Urvertrauen unserer Kinder» liefern Dr. Anke Elisabeth Ballmann und Claudija Stolz im Goldegg Verlag eine sachliche, evidenzbasierte Auseinandersetzung mit einem allgegenwärtigen Thema in Familien- und Bildungspolitik. In vielen Gesellschaften gilt die frühe Fremdbetreuung als Schlüssel für optimale Entwicklung – doch was bedeutet dies wirklich für die Kleinsten? Die Autorinnen zeigen, dass nicht die Institution Krippe per se problematisch ist, sondern strukturelle Herausforderungen wie überfüllte Gruppen, wechselnde Bezugspersonen und unrealistische Leistungs- und Fördererwartungen. Anhand aktueller Forschungsergebnisse und langjähriger Praxiserfahrung erklären sie, wie sichere Bindung und emotionale Geborgenheit trotz struktureller Defizite gestärkt werden können. Besonders relevant ist der Band für Fachpersonen in der frühen Bildung, Erziehende und Eltern, die fundierte Entscheidungsgrundlagen suchen. Er regt an, bestehende Betreuungsmodelle kritisch zu hinterfragen und gemeinsam an verbessertem Betreuungsalltag zu arbeiten, der sowohl die Bedürfnisse der Kinder als auch jene der Betreuungspersonen berücksichtigt.

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