Zwischen Ohnmacht und Aggression

Ein fundierter Einblick in digitale Männernetzwerke und ihre radikalen und frauenfeindlichen ideologischen Dynamiken – relevant für Prävention, Medienkompetenz und gesellschaftliche Einordnung.

„Die Mannosphäre: Frauenfeindliche Communitys im Internet“ von Jacob Johanssen, erschienen im Herbert von Halem Verlag, beleuchtet ein oft schwer zugängliches Phänomen digitaler Kommunikationsräume. Der Autor analysiert Gruppierungen wie Incels, MGTOW oder einschlägige Online-Foren und zeigt, wie sich dort spezifische Männlichkeitsbilder und Feindbilder entwickeln.

 

Mit psychoanalytischem Blick werden Spannungen zwischen Ohnmachtsgefühlen, Aggression und Zugehörigkeit sichtbar gemacht. Gerade für Fachpersonen in Prävention, Jugendarbeit oder Medienbildung eröffnet die Analyse wichtige Perspektiven: Sie hilft, Radikalisierungstendenzen im digitalen Raum besser zu verstehen und sensibel darauf zu reagieren.

 

Das Werk liefert keine einfachen Antworten, sondern eine differenzierte Grundlage, um gesellschaftliche Entwicklungen rund um Geschlecht, Identität und digitale Subkulturen einzuordnen. Damit wird es zu einer wertvollen Ressource für alle, die sich mit Prävention, Aufklärung und der Förderung kritischer Medienkompetenz befassen.

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