Wut verstehen und regulieren

Wut gehört zur kindlichen Gefühlswelt. «Kleiner Drache Finn: Kleiner Drache – grosse Wut» zeigt Kindern ab drei Jahren spielerisch, wie sich Ärger anfühlt und welche Strategien helfen können, starke Gefühle zu regulieren.

Kleiner Drache Finn: Kleiner Drache – grosse Wut von Robert Starling, übersetzt von Sylvia Tress und erschienen im Esslinger Verlag, nimmt ein Gefühl auf, das schon kleine Kinder bestens kennen: Wut.

Finn wird schnell wütend. Gibt es Erbsen statt Pudding oder läuft beim Spielen nicht alles nach seinen Vorstellungen, brodelt es in ihm – und als Drache lässt er dabei im wahrsten Sinne des Wortes Feuer ab. Das bleibt nicht ohne Folgen: Seine Freunde ziehen sich zurück, und Finn merkt, dass seine Ausbrüche andere treffen und auch ihn selbst belasten.

Die Geschichte setzt nicht darauf, Wut zu unterdrücken. Vielmehr entdeckt Finn verschiedene Möglichkeiten, mit ihr umzugehen und sich wieder zu beruhigen. Gerade darin liegt ein interessanter Ansatz für die pädagogische und präventive Arbeit. Kinder können anhand konkreter Situationen über eigene Wuterlebnisse sprechen, körperliche Signale erkennen und gemeinsam nach Strategien suchen, die ihnen beim Beruhigen helfen.

Die ausdrucksstarken Illustrationen und die alltagsnahe Handlung machen abstrakte Fragen der Emotionsregulation bereits für jüngere Kinder verständlich. Ein Bilderbuch, das sich gut als Ausgangspunkt für Gespräche über Gefühle, Konflikte und Selbstregulation einsetzen lässt.

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