Selbstfürsorge im Berufsalltag

Selbstfürsorge in psychosozialen Berufen ist mehr als eine persönliche Strategie gegen Stress. Das Fachbuch zeigt, wie Fachpersonen Belastungen reflektieren und Gesundheit auf persönlicher, kollegialer und organisationaler Ebene stärken können.

Wer andere Menschen begleitet, berät oder unterstützt, begegnet im Berufsalltag häufig komplexen Situationen und hohen emotionalen Anforderungen. Gunter Groen, Katja Weidtmann, Susanne Vaudt und Harald Ansen widmen sich in «Selbstfürsorge in psychosozialen Berufen», erschienen 2024 im Psychiatrie Verlag, der Frage, wie Fachpersonen unter solchen Bedingungen gesund und professionell arbeiten können.

Im Zentrum stehen nicht nur individuelle Möglichkeiten der Selbstfürsorge. Thematisiert werden ebenso Selbstreflexion und Stressmanagement, der Umgang mit schwierigen Interaktionen und Zwangskontexten sowie kollegiale Ansätze wie Supervision und Intervision. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Verantwortung von Organisationen und die Rolle von Führungskräften.

Für Fach- und Führungspersonen bietet die Publikation fundierte Grundlagen, um berufliche Belastungen differenziert zu betrachten. Besonders interessant ist der mehrdimensionale Ansatz: Gesundheit am Arbeitsplatz wird nicht allein zur Aufgabe des Einzelnen, sondern auch als Thema von Teams, Führung und Arbeitsbedingungen verstanden.

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