Leben zwischen Rausch und Leere
Ein literarisch dichter, autobiografisch geprägter Roman über Alkoholabhängigkeit, Entzug und den schwierigen Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben. Die eindringliche Schilderung familiärer Belastungen und persönlicher Krisen eröffnet einen klaren Blick auf Sucht, Abstinenz und psychische Gesundheit.
Mit Entzug legt Christoph Peters im Luchterhand Literaturverlag einen Roman vor, der Alkoholabhängigkeit in ihrer Alltäglichkeit und Zerstörungskraft präzise beschreibt. Im Zentrum steht ein Schriftsteller, dessen Konsum schleichend sämtliche Lebensbereiche bestimmt. Zwischen Heimlichkeit, Kontrollverlust und familiären Spannungen entwickelt sich eine Erzählung über die Dynamik von Sucht und die körperlichen wie psychischen Herausforderungen eines Entzugs.
Besonders eindrücklich gelingt die Darstellung der inneren Widersprüche abhängiger Menschen: das gleichzeitige Wissen um die eigene Gefährdung und die Unfähigkeit, den Konsum zu stoppen. Der Klinikaufenthalt wird dabei nicht als schneller Wendepunkt inszeniert, sondern als langwieriger Prozess mit Rückschlägen, Unsicherheit und neuer Selbstwahrnehmung.
Für Fachpersonen aus Prävention, Beratung oder Gesundheitsförderung eröffnet der Roman einen niederschwelligen Zugang zur Lebensrealität suchtbetroffener Menschen. Die literarische Perspektive ermöglicht Einblicke in Scham, Isolation und familiäre Belastungen, die in fachlichen Sachtexten oft abstrakt bleiben. Dadurch eignet sich die Veröffentlichung auch als Gesprächsgrundlage in Bildungs- und Sensibilisierungskontexten rund um Abhängigkeit und psychische Gesundheit.
Alle Aargauerinnen und Aargauer können dieses Medium über mediothek.ch kostenlos ausleihen.