Die Neurobiologie der Sucht klar erklärt
«Die Suchtlüge. Der Mythos von der fehlenden Willenskraft: Wie Sucht im Hirn entsteht und wie wir sie besiegen» von Gaby Guzek beleuchtet aus neurobiologischer Perspektive verbreitete Fehlannahmen über Abhängigkeiten und zeigt, wie aktuelle Erkenntnisse der Hirnforschung ein tieferes Verständnis von Suchtverhalten und nachhaltigen Ausstiegs-Strategien ermöglichen.
Im 2023 erschienenen Sachbuch «Die Suchtlüge. Der Mythos von der fehlenden Willenskraft: Wie Sucht im Hirn entsteht und wie wir sie besiegen» führt Gaby Guzek differenziert in die neurobiologischen Grundlagen von Sucht ein und räumt mit der verbreiteten Vorstellung auf, Sucht sei Ausdruck von Charakterschwäche. Im Heyne Verlag (München) präsentiert Guzek auf knapp 224 Seiten, wie Abhängigkeiten – von Alkohol über Nikotin bis hin zu digitalen Verhaltensmustern – durch biochemische Prozesse im Gehirn entstehen und aufrechterhalten werden. Das Werk liefert eine fundierte Basis, um Sucht nicht allein als Willensproblem, sondern als komplexes neuropsychologisches Phänomen zu verstehen. Indem neueste Forschungsergebnisse verständlich aufbereitet werden, können Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in Beratung und Aufklärung besser argumentieren und sinnvolle Unterstützungswege aufzeigen. Guzeks Zugang unterstreicht, wie wichtig es ist, gesellschaftliche Stigmata zu überwinden und Betroffene in ihrer Situation ganzheitlich wahrzunehmen.
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