Ausgrenzung auf dem Spielplatz? So kommt das Nein ins Spiel
Mit einfachen Worten zeigt Lisen Adbåge in «Die Bestimmer» wie ein klares „Nein“ auf dem Spielplatz alles verändern kann.
In „Die Bestimmer – Ein Bilderbuch über Ausgrenzung und sich zur Wehr setzen“ (Autorin: Lisen Adbåge, Übersetzung: Maike Dörries, Verlag: Julius Beltz) wird auf eindrückliche, kinderfreundliche Weise verdeutlicht, wie Macht in Kindergruppen entsteht und wie diese auf gewaltfreie Weise hinterfragt werden kann. Das Werk eignet sich hervorragend für Fachpersonen und Multiplikatorinnen in der Präventionsarbeit: Es bietet eine erzählerische Einstiegsmöglichkeit, mit Kindern über Rollen und Machtgefüge zu sprechen, starke und schwache Positionen zu identifizieren und Gemeinsamkeiten statt Ausgrenzung zu fördern. In einer Kita oder Grundschulklasse lassen sich mit diesem Bilderbuch Szenarien nachspielen, eigene Erfahrungen reflektieren und Gesprächsimpulse setzen: Wer „bestimmt“ hier? Wer geht weg? Welche Strategien haben die Kinder? So wird Selbstwirksamkeit gestärkt, Zivilcourage gefördert und ein Bewusstsein geschaffen, dass Kinder aktiv „Nein“ sagen dürfen – und damit Gemeinschaften verändern können. Für Präventionsfachkräfte ein kompaktes Werkzeug, das sich gut in Projekte zu Themen wie Mobbing, Machtspielchen oder Teilhabe integrieren lässt.
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