Von Schutz und Risiko

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Von Schutz und Risiko

Schützen, ausrüsten, Hilfe anbieten – das ist das ABC der Suchtpräventionsarbeit. Zusammen mit unseren Partnern sorgen wir dafür, dass Schutzfaktoren gestärkt und Risikofaktoren minimiert werden. Menschen aller Altersgruppen sollen sich mit gut gepacktem Rucksack auf einen sicheren Weg machen können.

Was sind Schutzfaktoren?

Schutzfaktoren tragen dazu bei, dass Menschen sich zufrieden und sicher fühlen. Sie sind überall zu finden, wo Leben herrscht – in der Gemeinde genauso wie in der Schule oder am Arbeitsplatz. Sie funktionieren als Puffer und können Risikofaktoren abfedern oder sogar ganz aufheben. Dadurch können sie auch problematischen Entwicklungen wie einer Abhängigkeit vorbeugen.

Es liegt im Interesse jeder Gemeinschaft, von Familie bis Grossstadt, dafür zu sorgen, dass Menschen Schutzfaktoren entwickeln können. Möglichst viele der folgenden Fragen sollten mit Ja beantwortet werden können:

  • Bin ich in der Gesellschaft erwünscht?
  • Kann ich arbeiten, reicht mein Einkommen aus?
  • Herrschen in meinem Quartier, in meiner Schule ein gutes Klima?
  • Führe ich gute Beziehungen mit meinen Eltern, meinen Freunden, meinen Kindern, meiner Partnerin/meinem Partner?
  • Habe ich meine Kindheit positiv erlebt? Waren meine Eltern für mich da?
  • Kann ich es ausdrücken, wenn es mir nicht gut geht und weiss ich, an wen ich mich wenden kann?

Was sind Risikofaktoren?

Risikofaktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit von Problemen, besonders wenn sie stark ausgeprägt sind. Auch Risikofaktoren finden sich überall da, wo Menschen sind.

  • Sind (illegale) Substanzen leicht erhältlich?
  • Bestehen genetische Risikofaktoren?
  • Geht es der Familie nicht gut? Fehlt Kindern und Eltern eine gute Beziehung? Gibt es in der Familie Suchtprobleme?
  • Hat die Person Missbrauch oder Gewalt erlebt?
  • Gibt es Probleme in der Schule/am Arbeitsplatz?
  • Kann die Person Schwierigkeiten gut lösen, erhält sie Unterstützung?

Schutz und Risiko – Freund und Feind

Das Zusammenspiel von Schutz- und Risikofaktoren ist kompliziert. Im Kern aber ist es einfach, und leuchtet am Beispiel des ersten Schultags ein. Was brauchen Kinder für den Schulstart? Einen gut gepackten Rucksack, ein Znüni und einen sicheren Schulweg. Dafür verantwortlich sind die Eltern, die den Kindern den Weg erklären. Die Gemeinde, die für Fussgängerstreifen sorgt. Die Schule, die die Kinder willkommen heisst. Die Kinder, die links und rechts schauen, bevor sie über die Strasse gehen.

Es braucht alle, damit es möglichst allen möglichst gut geht!

Mehr Informationen zu Schutz- und Risikofaktoren finden sich bei Sucht Schweiz und bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Anicia Kohler, Suchtprävention Aargau

2018-08-28T13:26:02+00:00

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