Verloren in der Schule

Ross W. Greene zeigt Eltern und Lehrpersonen einen praktischen und einleuchtenden Weg, wie sie konstruktiv mit herausfordernden Kindern und Jugendlichen umgehen können.

Kurz zusammengefasst stehen sich im Buch zwei Haltungen gegenüber:

Kinder machen ihre Sache gut, wenn sie können

versus

Kinder machen ihre Sache gut, wenn sie wollen

Folgt man der ersten Haltung, lässt sich daraus folgendes Ableiten:

  •  das Kind würde, wenn es könnte.
  •  es ist motiviert.
  •  macht es seine Sache nicht gut, dann fehlen Fähigkeiten oder Fertigkeiten.
  •  Als verantwortliche erwachsene Person, kann ich mit dem Kind herausfinden, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten dies sind und mit dem Kind daran arbeiten.

Schlüsse, die sich aus der zweiten Haltung ergeben, sind folgende:

  •  das Kind will nicht.
  •  es ist nicht motiviert.
  •  Als verantwortliche Person muss ich Anreize für erwünschtes Verhalten schaffen.
    •  angemessenes Verhalten belohnen
    •  unangemessenes Verhalten bestrafen

Ross W. Greene hat sich konsequent der ersten Haltung verschrieben. Im Buch zeigt er Wege und Methoden, wie man Veränderung auslösen kann, so dass es für alle eine Bereicherung ist. Da das Buch einem Fallbeispiel folgt, ist es sehr leicht lesbar, eher wie ein Roman als ein Sachbuch, ohne dass die wissenschaftlichen Grundlagen vernachlässigt werden.

Meinen Blick auf Kinder und Jugendliche, sowohl als Vater, wie auch als Mitarbeiter der Suchtprävention Aargau, hat dieses Buch stark geprägt. Auch unser Projekt Hinschauen und handeln hat davon profitiert.

Mark Bachofen, empfiehlt dieses Buch allen, wirklich allen, zur Lektüre