Ins Wasser blicken

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Ins Wasser blicken

Samstagnachmittag, in Aarau ist es heiss. Die Meisten suchen das kühlende Nass der Aare oder im Schwimmbad. Eine Gruppe von Männern und Frauen und eine Schar Kinder folgen der Einladung des Netzwerk Asyls  zu einer Veranstaltung mit der Suchtprävention Aargau. Thema: Gesundheit, Stress, Sucht. Sie haben sich im Gartenzimmer der katholischen Kirche versammelt.

Was tut mir gut? – Die erste Frage, die ich den Besucherinnen und Besuchern stellte. Dazu wählten sie ein passendes Bild aus.

Was tut mir gut?

  • in der Natur sein
  • Spaziergänge im Wald
  • ins Wasser blicken
  • ein gutes Gespräch
  • mit meinem Kind spielen
  • Pferde auf einer Weide betrachten
  • mit meiner Familie zusammen sein
  • Fussball spielen
  • beten
  • gute Menschen

Was belastet am meisten?

  • nichts tun können, keine Beschäftigung haben
  • das lange Warten auf den Asylentscheid
  • keine Privatsphäre in der Asylunterkunft
  • die ungewisse Zukunft
  • die Sorge um Angehörige im Heimatland

Diese Antworten gaben Menschen aus Afghanistan, Eritrea, Äthiopien und Tibet. Aargauer, Baselbieterinnen, Berner oder Waadtländerinnen würden vermutlich ähnlich antworten.

Es ist für mich eindrücklich zu sehen, dass viele, jedoch nicht alle, in dieser langanhaltenden schwierigen Lebenssituation, sich Sorge tragen und täglich immer wieder von Neuem Energie mobilisieren, um ihr Leben hier in der Schweiz zu meistern.

Bettina Pelosi, Suchtprävention Aargau

2018-07-12T11:29:57+00:00

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