Erziehung in der Familie – sowohl in Aarburg, wie auch in Eritrea

Natürlich gibt es Unterschiede zwischen der Erziehung in Eritrea und der Schweiz. Diese sind erstaunlich klein, haben jedoch eine grosse Wirkung, wie sich am Workshop Erziehung in der Familie  in Aarburg herausstellte. In Eritrea erziehen alle Verwandten mit. Kinder werden gemeinsam umsorgt, geliebt und in Schranken gewiesen. Es ist kaum nötig, dass Eltern die Kinder zusätzlich beschäftigen. In einer Schweizer Agglomerationsgemeinde, muss die Zeit der Kinder aktiv strukturiert werden. Der Spielplatz wird aufgesucht, er ist nicht einfach da, integriert im Alltag.

Kinder brauchen, um sich gut zu entwickeln, viele Erfahrungen mit allen Sinnen. Dies zeigte Monika Graf, die den Workshop leitete, anhand eines Modells. Welche Sinne werden beansprucht, wenn man eine Mandarine am Bildschirm sieht – welche, wenn man die Mandarine in die Hand nimmt, schält und isst? Dies war nicht nur für die 9 Mütter verständlich, sondern auch für das kleine Mädchen, das sich fasziniert mitten ins Modell setzte und damit spielte.

Der Anlass wurde von der Caritas Aarau organisiert, am 14. November findet der Nachfolgeworkshop teil.

Marianne Steiner, Stellenleiterin Suchtprävention Aargau

2016-11-09T20:04:49+00:00