CBD – was wir empfehlen

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CBD – was wir empfehlen

Legal und kein Problem? Der CBD-Trend wirft Fragen auf.

Eine Übersicht darüber, was bis jetzt bekannt ist, und was wir empfehlen.

Formen und Wirkung

CBD steht für Cannabidiol. Nach THC ist es das zweitstärkste sogenannte Cannabinoid, das in Cannabis enthalten ist. THC macht high – CBD nicht. Produkte, die CBD enthalten, dürfen legal verkauft werden, wenn sie weniger als 1% THC enthalten, weil sie damit nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fallen.

Es gibt zahlreiche Geschäfte in der Schweiz, die legal Produkte mit CBD anbieten. Die Palette ist sehr breit und reicht von Hanfblüten über Öle, Kapseln, Esswaren bis zu Liquids für E-Zigaretten.

Diese Produkte werden als Kosmetika, Lebensmittel oder Tabakersatzprodukte angeboten. Sie dürfen nicht als Arzneimittel beworben oder verkauft werden.

Forschung

Es gibt noch nicht genügend wissenschaftliche Aussagen über die Wirkung von CBD – vermutet wird, dass es entzündungshemmende, antieptileptische oder angstlösende Effekte haben könnte. Es soll kaum Nebenwirkungen haben.

Zu längerfristigen Risiken und Auswirkungen von CBD gibt es noch keine Studien.

Empfehlungen

In Bezug auf die grundsätzliche Handhabung von CBD empfiehlt die Suchthilfe ags Folgendes:

  • CBD erst ab 18 Jahren konsumieren
  • CBD und Schule: gleich behandeln wie Tabak, Integration in Schulreglemente
  • CBD und Auto fahren: verzichten. Obwohl CBD-Produkte weniger als 1% THC enthalten dürfen, kann der erlaubte Grenzwert im Strassenverkehr überschritten werden. Zudem kann CBD müde machen
  • CBD und Schwangerschaft: verzichten. CBD kann die Schutzfunktionen der Plazenta verändern
  • CBD am Arbeitsplatz: verzichten

CBD könnte sich zur Schadensminderung im Rahmen einer Suchtberatung eignen, wenn der/die KlientIn den Cannabiskonsum eindämmen möchte. In diesem Zusammenhang empfiehlt es sich:

  • nicht in der Öffentlichkeit zu konsumieren
  • orale oder vaporisierende Konsumformen zu wählen, weil das Rauchen die Lunge genauso belastet wie Tabak
  • Mischkonsum zu vermeiden

Weiterführende Informationen finden sich in drei Schweizer Factsheets (Stand November 2017):

von Anicia Kohler, Suchtprävention Aargau

2017-11-29T14:16:50+00:00