Als Fachstelle Eltern erreichen

/Als Fachstelle Eltern erreichen

Als Fachstelle Eltern erreichen

Am Forum Gesundheitsförderung vom 31. August 2017 leiteten wir einen Workshop zum Thema: Einflussfaktor Eltern – wie können Fachstellen Eltern gut erreichen. Untenstehend die Zusammenfassung der Resultate.

Eltern erreichen

  • Damit eine Fachstelle ihre Zielgruppen erreicht, ist es wichtig, dass der Weg dazu in der Strategie und den Konzepten einer Fachstelle verankert ist.
  • Es braucht ein Klima, das Mitarbeitende ermutigt, auf Schlüsselpersonen zuzugehen und Kontakt zu knüpfen und es braucht Mitarbeitende, die kontaktfreudig sind.
  • Um Eltern zu erreichen, arbeitet die Suchtprävention Aargau mit Schlüsselpersonen zusammen. Schulleiterinnen, Schulsozialarbeiter, Kitaleiterinnen, Leiterinnen von Familienzentren – sie alle kontaktieren uns, um Workshops und Referate für Eltern bei uns zu „bestellen“. Damit diese merken, dass es uns gibt, investieren wir viel in die Öffentlichkeitsarbeit und die Auftrittskompetenz der Mitarbeitenden.
  • Die Schlüsselpersonen ermöglichen uns, Eltern zu erreichen. Wir bieten ihnen dafür viel Unterstützung bei der Organisation der Veranstaltungen an, sowie Referate, Workshops und Kurse, für deren Auswahl die Schlüsselpersonen gute Feedbacks erhalten.

Eltern motivieren

  • Eltern werden motiviert, an Veranstaltungen mitzumachen, wenn es gelingt, ihr Alltagserleben zu spiegeln.
  • Methodenvielfalt erhöht die Motivation enorm: sich bewegen können, selber etwas tun, Visualisierung auf Flipcharts, eigene Erfahrungen einbringen, sich Themen über Geschichten und Beispiele nähern, Humor.
  • Sie schätzen Beispiele und Anregungen, die sie leicht umsetzen können. Wir erhalten immer wieder Rückmeldungen von Eltern, die mit Erfolg Erziehungstipps umgesetzt haben. Dies kann man an bei den Workshop-Reihen www.elternalltag.ch gut beobachten.
  • Workshop-Reihen eigenen sich gut, um Veränderungen in Familien anzuregen und umzusetzen. Die Eltern geben sich selber Aufgaben, mit denen sie sich zwischen den Workshops auseinandersetzen wollen. Die gemachten Erfahrungen werden danach ausgewertet.
  • Eltern, die schwierig zu erreichen sind, schätzen die Workshop-Reihen ebenfalls. Die Gruppen sind dann kleiner und zum Teil kommen deren Vertrauenspersonen mit.

Ideen der Workshopteilnehmer/innen

  • Kontakt zu Eltern in Prozesse einbetten. Beispiel: indem Eltern dazu eingeladen werden, den Lehrvertrag ihres Kindes persönlich in Empfang zu nehmen. So wird ein erster persönlicher Kontakt hergestellt, auf den man aufbauen kann.
  • Kontakt zu Eltern über Kinder in der Schule. Beispiel: Kinder beauftragen, ihren Eltern vom Waldmorgen zu erzählen. Dies gibt Lehrpersonen die Möglichkeit, über das Thema Waldmorgen mit den Eltern ins Gespräch zu kommen.
  • Nutzen von Schlüsselpersonen, um an Eltern zu gelangen. Beispiel: Zusammenarbeit mit Mütter- und Väterberaterinnen, die Familien unterstützen, bis die Kinder 5 Jahre alt sind.
  • Nutzen des Wissens anderer Fachpersonen über bestimmte Zielgruppen – Methoden, Tipps und Erfahrungen austauschen.
  • Der lösungsorientierte Ansatz ist in der Zusammenarbeit mit Eltern, die schwer zu erreichen sind, vielversprechend.
  • Eine vertrauensvolle Beziehung ist eine gute Basis, um heikle Themen anzusprechen, besonders bei jenen Eltern, von denen wir Fachleute (und meist auch andere Eltern) denken, dass sie es nötig haben.
  • Nachfragen, wie Eltern ihr Kind erleben, die eigene Wahrnehmung einbringen, ohne Recht haben zu müssen. Man kann Differenzen auch stehen lassen. So kann Raum für Veränderungen entstehen.

Marianne Steiner, Stellenleiterin Suchtprävention Aargau

Zur Veranstaltung und der Zusammenfassungen weiterer Workshops
2017-09-14T13:56:11+00:00